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Das PE-Spiel hat sich gedreht.
Portfoliounternehmen lassen sich nicht mehr auf Knopfdruck verkaufen. Der Exit-Kanal ist verstopft, Kapital bleibt gebunden, und die Ausschüttungen an die Investoren liegen auf einem historischen Tief. Zugleich sind die klassischen Finanzhebel, günstiger Kredit und stetig steigende Bewertungen, nahezu gleichzeitig weggefallen.
Im Fundraising hat sich damit der Maßstab verschoben: LPs fragen zuerst nach DPI, nach tatsächlich ausgeschüttetem Kapital, und erst danach nach einer IRR auf dem Papier. Dabei schauen sie tiefer als früher, bis hin zur Frage, ob operative Umsetzungskraft im eigenen Haus sitzt oder pro Deal eingekauft wird. Wer heute Rendite liefern und das nächste Fundraising sichern will, muss den Wert im Bestand heben, nicht am Verhandlungstisch, sondern im operativen Geschäft.
Was im Fundraising zählt, wirkt eine Stufe früher, im Deal-Sourcing. Bei Nachfolge- und Familiensituationen entscheidet der Verkäufer nicht allein über den Preis, sondern auch darüber, wem er sein Lebenswerk anvertraut, und eine sichtbare, belastbare operative Handschrift wird damit zum Sourcing-Argument, nicht nur zum Renditeargument.
Continuation Funds (Rekord-Sekundärmarkt von 240 Mrd. $, +48 %) und NAV-Finanzierungen sind für viele Häuser eine bewusst gewählte Option, sie schaffen Liquidität und Zeit. Damit behandeln sie aber die Symptome, nicht die Ursache: Echte Wertsteigerung ersetzen sie nicht.